www.gespana.de Das Flamenco-Festival
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    el gato = die Katze    

„Der Flamenco ist schon per se magisch und rätselhaft. Eine lebende, lebendige
Kunst. Ein Tanz, der das Leben, die Freude, die Tragödie und die Liebe widerspiegelt“.

Cristina Hoyos
"Flamenco ist nicht nur ein Musikstil unter vielen. Er ist eine Kultur, die vielerlei Wurzeln hat und einzigartig bleibt. In Andalusien begneten sich sehr früh Orient und Okzident. Die von den Einwanderern mitgebrachten Musikstile mischten sich mit den einheimischen. So entstand eine neue eigenständige Musikkultur. Die Ausübenden des Flamenco setzen diese Tradition fort, die ihnen von Generation zu Generation überliefert worden ist, von jenen, die nie Künstler waren oder keinerlei Bestrebungen hatten, als solche zu gelten. Jenen Leuten war Flamenco einfach ein Teil ihres alltäglichen Lebens und in den meisten Fällen wurde er nur in der Umgebung ihrer eigenen Häuser ausgeübt. Dass der Flamenco in jüngster Geschichte die Konzertsäle der Welt erobert hat, wird von vielen Puristen kritisch beäugt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Tradition des Flamenco in unserem digitalen Zeitalter nicht verliert ... "

Spanien-Reisemagazin



Ja, der Flamenco ist ja eine Mixtur. Die interessanteste Zeit in Spanien war eindeutig jene, in der Vertreter dieser Kulturen friedlich Seite an Seite gelebt haben. Da gab es einen ständigen Austausch. Deswegen ist Flamenco ja auch so interessant und überraschend. Je mehr du dich damit beschäftigst, desto mehr kommst du drauf, was da alles abgeht. Es ist schon musikalisch anders als alles andere, obwohl es eine europäische Musik ist.

Antonio Andrade
Flamenco hat einige Eigenheiten, z.B. dass nicht die Musik den Tanz bestimmt, sondern eher umgekehrt. Es muss eine gute Kommunikation geben, um etwas Gemeinsames zu machen.


Man "muss wirklich verstehen, worum es geht, wie es funktioniert, was es bedeutet. Das heißt, dass man völlig unbedarft Flamenco nicht so einfach verstehen kann. Man braucht eine Hilfe, um da hineinzufinden. Hat man diese Hilfe bekommen, dann tut sich eine Welt auf, wie bei vielen anderen Kunstformen.“
CANTAR BIEN Y SER FIGURA DEL FLAMENCO ES MÁS DIFÍCIL QUE SER PAPA...

Gut zu singen und eine Persönlichkeit im Flamenco zu sein ist schwieriger, als Papa zu sein...

Pansequito
Flamenco ist Trance. Er ist Ekstase. Mystik. Magie, die begeistert. Flamenco ist reich an Emotionen, vergleichbar Momenten der Liebe. Doch in seiner reinsten Form, dem Cante Jondo, ist Flamenco vor allem tragisch. Er beklagt sich über das elende Schicksal der Gitanos, der Zigeuner, die als Nomadenstrom lange herumirren mussten. Ihre Musik ist Ausdruck ihres Schmerzes und Entlastung davon zugleich.
Und so, als ob er einer magmatischen Urkraft entspringe, spuckt der Flamencogesang, der Cante, die ganze Palette menschlicher Emotionen aus - wie ein Vulkan: mit Hilfe der rauen Kehle des Cantadors, des Sängers. Dessen tiefsten Gefühlen erreichen so das Innerste der Zuhörer. Somit bildet der Flamenco eine Brücke zwischen den Urgefühlen des Menschen und die des modernen Individuums.

...aus dem Netz:


...und am 8.Tag schuf er den Flamenco....

Flamenco

ist die Musik, der Rhythmus Andalusiens, ungezähmte Lebensfreude und herzzerreißende Traurigkeit. Einsamkeit. Die „Soleá“ (von soledad, Einsamkeit) ist die schwermütige aber kraftvolle Mutter des Flamenco. Wer eine Soleá anstimmt, weiß von Schmerz, Verlassensein, Trauer, unerfüllter Liebe, Heimweh und Verzweiflung zu berichten. Oft erzählen die „letras“ (die Liedtexte) Geschichten, die von den schwierigen Lebensbedingungen der spanischen Zigeuner, der „gitanos“ und vom Leben in der Fremde, handeln. Im „cante jondo“ drücken die „cantaores“ (Sänger) den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen oder der fernen Heimat aus, um vielleicht schon im nächsten Augenblick frei zu sein, die geballte Lebenslust in eine Alegría oder Bulería zu legen und ausgelassen zu feiern.

Frisch aus dem Netz:

Tipp für Flamencokünstler

"Man muss immer versuchen, aus dem Publikum ein 'Olé' herauszukitzeln." Paco de Lucia

Hinreißende Fotos

Flamenco in der 60ern

Das Flamenco-Projekt, gesponsert von Cajasol, bietet Einblicke in das Flamencoleben der 60er Jahre.
Und es gibt viele Prominente Flamencos und Pelicanos zu entdecken:

http://www.flamencoproject.com/index.html

Die kürzeste Flamencodefinition


»Die Kraft des Flamenco gleicht dem Moment, der die Zeit anhält – ein Moment der Unsterblichkeit.«

Federico García Lorca

frisch aus dem www


La Guita sagte: „Der Flamenco kennt keine Altersbeschränkung. Oft bringen dicke Omis so viel Kraft, Weiblichkeit und Selbstbewusstsein auf die Bühne, das ist unglaublich.“

Eine andalusische Vollblutschönheit:


*aufstampf ... traptraptraptrap ... klatsch-klatsch ... aufstampf ... tarapapapa-tarapapapa-tarapapapa-trap-trap-trap-tarapapapa-tarapapapa-tarapapapa ... klatsch-klatsch ... tarapapapa-tarapapapa-tarapapapa-trap-trap-trap-tarapapapa-tarapapapa-tarapapapa ... klatsch!

!Que arte!

Antonio Gades: Die Demokratie des Flamenco

Frisch aus dem Netz

"Zur großen Beliebtheit des Flamenco erklärte Antonio Gades einmal seinen Zuhörern in der Akademie der Künste der DDR bei einem Vortrag, die rühre daher, dass der Flamenco so etwas ungeheuer Demokratisches sei: Alle könnten ihn tanzen - Männer, Frauen, alte, junge, hübsche, hässliche, dicke, dünne, allein, zu zweit, zu mehreren, selbst Lahme oder Leute, denen ein Bein fehle... "

"Medizin Flamenco"


Im Netz gefunden:

"....wenn ich es mir schon nicht leisten kann, nach Spanien zu reisen und veritable Gitanas, die guten Flamenco tanzen, kennenzulernen, leg ich eben wieder die Flamenco-CD auf. Damit meine ich nicht, dass ich mich für billige Touristen-Attraktionen begeistern könnte. Bei dieser Hitze lässt sich leicht träumen, dass frau in Spanien ist. Flamenco ist für mich wie der erste Kaffee am Morgen. Medizin. Zuerst der Kaffe, dann, später Flamenco."


neues zur Geschichte des Flamencos:

Die Wurzeln und Ursprünge dieses extravaganten Musikstils reichen bis in verschiedene Kulturkreise: der Flamenco besitzt sowohl hinduistische, arabische, jüdeische, griechische und kastillische Elemente.
Wie diese diversen kulturellen Einflüsse den Flamanco geprägt haben und schließlich zu einer eigenen, außergewöhnlichen Musikrichtung verschmolzen sind, ist eine lange Geschichte, die voll von Legenden, Fehlinterpretationen und ungelösten Fragen ist.
Die südspanischen Zigeuner entwickelten diese Musikrichtung, nachdem sie im 15. Jahrhundert in Andalusien angekommen waren.
Es wird allegemein angenommen, dass die Zigeuner ursprünglich aus der nordindischen Region „Sid“ stammten, welche heute zu Pakistan gehört.
Infolge zahlreicher kriegerischen Konflikte und Fremderoberungen durch ausländische Mächte mussten sie schließlich ihr Heimatland verlassen.
Der endgültige Auslöser für die Flucht der Zigeuner (Gitanos) war die Invasion des „Temerian“, dem Nachfahr des bekannten Gengis Khan.
Die Stämme aus Sid ließen sich zunächst in Ägypten nieder, bis sie dort vertrieben wurden.
Ihr zweiter Zufluchtsort war die Tschecheslovakei, aber die Gitanos waren sich von vornherein darüber im Klaren, dass an sie dort wegen ihrer großen Zahl nicht willkommenheißen würde.
Deswegen entschieen sich sich, den Stamm in drei Teilgruppen aufzuspalten und sich in verschiedenen Teilen Europas zu verteilen.
Infolgedessen bildeten sich drei Hauptbesiedlungszentren der Zigeuner in Russland, Ungarn und Polen, dem Balkan und Italien sowie in Frankreich und Spanien.
Die Söhne des Königs Sindel latinisierten ihre Vornamen und so wurde aus Sindel Miguel, aus Andras Andres und aus Pamuel Manuel.
Das erste offizielle Dokument, welches die Einzug der Zigeuner in Spanien bezeugt, wurde im Jahre 1447 veröffentlicht.


Die Gitanos selber nannten sich „Ruma Calk“, was „Mann des Flachlands“ bedeutet und ihre Sprache nannte sich „Calo“ (abgeleitet vom indischen Maharatadialekt).
Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts lebten die Zigeuner stets als Nomadenvolk und die ihre Berufe waren eng mit Kunsthandwerk und dem Weiden von Tieren verknüpft.
Im Zuge ihrer langen Tradition als Nomadenvolk gewöhnten es sich die Gitanos an, musikalische Elemente der von ihnen besuchten Orte aufzgreifen, um diese später auf ihre Art neu zu interpretieren.
Musik ist ein esenzielles Element der Kultur der Zigeuner und spielte nicht nur bei Festen, sondern auch im Alltagsleben der Menschen eine wichtige Rolle.
Die einfachen Formen des Flamenco der Gitanos erforterte nicht mehr als eine Stimme und ein Rhythmuselement, oft die Hände oder Füße.
Dennoch wird der Flamenco gerne mit Ausschmückungen, Improvisation und Virtuosität in Verbindung gebracht.
Die Zigeuner fanden in Sevilla und Andalusien eine geeignete Region, um ihre Musikalität weiter zu entwickeln, da diese südspanische Region zu dieser Zeit einen sagenhaften kulturellen, künstlerischen und wissenschaftlichen Aufschwung erlebte.
Auch die 800 Jahre alte Geschichte der Mischung von arabischen, jüdischen und christlichen Kulturelementen in Andalusien begünstigte die musikalische Weiterentwicklung des Flamenco der Gitanos.
Es wird vermutet dass das Wort „Flamenco“ von den arabischen Wörtern „felag“(=Bauer) und „mengu“ (=Flüchtling) abgeleitet wurde.

Einigen Autoren zufolge wurde das Wort „Flamenco“ ab dem 18. Jahrhundert als Synonym für „andalusischer Zigeuner“ gebraucht.
Kurze Zeit nachdem die ersten Zigeunergruppen in Spanien angekommen waren, brach Christoph Kolumbus in den Westen auf, um einen neuen Seeweg zum Indischen Kontinent ausfindig zu machen und „entdeckte“ schließlich 1492 den bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Kontinent Amerika.
Der Zeitpunkt der Ankunt der Gitanos war insofern sehr ungünstig, als dass die katholischen Könige zu dieser Zeit stark gegen alle Menschen nichtkatholischen Konfession vorgingen und nach dem Fall von Granada im Jahr 1492 begannen die ersten blutigen Vertreibungen von Seiten der spanischen Krone.
Die brutale Verfolgung von Moslems, Juden und der heidnischen Gitanos dauerte noch mehr als 200 Jahre an.

Die spanischen Zigeuner besaßen schon immer ihre eigenen Bräuche und Nomadentraditionen und sprachen ihre eigene Sprache, Calo, die im Laufe der Zeit viele spanische Wörter aufnahm und andererseits dem Kastillischen auch zahlreiche Wörter und Ausdrücke verliehen hat.
Die katholischen Könige untersagten den Gitanos den Gebrauch ihrer eigenen Sprache und zwangen sie, einen festen Wohnsitz und eine Arbeitsstelle anzunehmen.
Während des 16. Jahrhunderts arbeiteten und starben viele Gitanos in den Minen und lebten in Häusern, die in Gebirgshöhlen eingebaut waren, wo Hunderte heidnische Zigeuner, Juden und Moslems Unterschlupf suchten, nachdem sie den Zwangsbekehrungen der katholischen Kirche entflohen waren.
Der größte Teil der Feste der Zigeuner mussten im Geheimen abgehalten werden, auch wenn manche Zigeuner in die Häuser der Reichen eingeladen wurden, um dort Musik zu spielen.
Bei diesen Versammlungen trugen die Gitanomusiker Lieder vor, deren Texte die Ungerechtigkeiten und Diskriminierung, denen ihrer Volksgruppe in Spanien seit mehreren Jahrhunderten ausgesetzt war,thematisierten.
Die Reichen jedoch, des Calo nicht mächtig, hörten die Flamencolieder, ohne auch nur ein Wort der kritschen Texte zu verstehen.
Heute leben noch einige Zigeuner in Städten wie Jerez de la Frontera, Alcala und Utrera.
Das Hauptwohngebiet der sevillaner Gitanos befindet sich in dem Viertel Triana.
Mit der Zeit wurden die Gesetze bezüglich der Gitanos weniger streng und die Volksgruppe wurde zunehmend in die Gesellschft integriert.
In der Tat fanden immer mehr Nichtzigeuner Gefallenh an der Flamencomusik und so machten sich einige „Payos“ (Nichtzigeuner) daran, die klassische Flamancomusik zu erforschen und schließlich neu zu interpretieren.
Tatsächlich suchten zahlreiche Komponisten Inspiration in den melodiösen Klängen des Flamenco und auch in der Welt der Girarre ist das Element der Rückkoppelung zwischen Gitarristen und dem Flamenco durchaus bekannt.
Die erste Partiturumschrift eines Flamencostücks wurde im 18. Jahrhundert im Rahmen der Oper „La Mascara afortunada“ von Neri vollzogen.
Zu Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Flamanco bereits die Formen angenommen, die wir heute kennen, aber dennoch muss festgehalten werden, dass der Flamenco ein besonderer Musikstil ist, welcher sich noch heute in einem permanenten Wandlungsprozess befindet.

mehr:http://www.sevillaonline.es/deutsch/flamenco.htm

 
 
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