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Feria Germany & GEspaña 2005



Im Juni 2005 war es wieder soweit: die Veranstaltung GEspaña sollte für einige Tage das Gelsenkirchener Stadtbild prägen. Diesmal waren die Stadt Gelsenkirchen und die spanischen Vereine „nur“ Kooperationspartner der Veranstalterin Petra Pieper, die vom 24. bis zum 26. Juni 2005 auf der Trabrennbahn Gelsenkirchen die erste „Feria Germany“ veranstaltete.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, eröffnete das Ereignis am 24.06.2005 um 15.00 Uhr.

Zu dem feierlichen Akt waren auch Gäste aus Spanien angereist: Manuel Macías von der andalusischen Landesregierung, Fatima Blanco von der Organisation „Turismo Andaluz“ und Gabriel Campuzano vom Fremdenverkehrsverein Jerez de la Frontera.

„Im Gepäck“ hatten sie Gerardo Nuñez, den Weltklassegitarristen mit seinen Begleitern Pablo Martin (Bass) und Cepillo (Percussion). Gerardo Nuñez, geboren 1961 in Jerez de la Frontera (Andalusien), gehört neben Paco de Lucia zu den wenigen Musikern des Genres, die auch mit Vertretern anderer Stilrichtungen zusammenarbeiten, etwa mit dem Star-Tenor Plácido Domingo, dem Pop-Idol Julio Iglesias, dem Harfenisten Andreas Vollenweider oder der Rock-Formation Mecano. Erst unlängst formierte er zusammen mit dem Trompeter Enrico Rava, dem Akkordeonvirtuosen Richard Galliano und dem Bassisten Eberhard Weber ein außergewöhnliches europäisches Quartett. Nuñez besticht nicht allein als virtuoser und ausdrucksstarker Gitarrist; auch viele in Spanien bekannte Kompositionen stammen aus seiner Feder. Den internationalen Durchbruch brachte dem heute in Madrid lebenden Nuñez das Album “Flamencos de Nueva York" (1989).

Verwundert über die tropischen Temperaturen und die ungewöhnlich frühe Auftrittszeit stand das Trio um 17.00 Uhr bei südspanischem Sonnenschein und 32 Grad Celsius auf der Bühne und bestach mit modernstem Flamenco der Extraklasse.

Um 21.00 Uhr führte eine eigens dafür gebildete Künstlergruppe in der „Abendgala“ das Stück „El Abanico“ auf, bei dem zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen der Gitarrist Rafael Cortes eine Flamencoshow mit Tanz, Live-Musik und Pferden darboten.

Eigens für diese Veranstaltung brachten einige aus Spanien angereiste Großgrundbesitzer ihre Andalusierpferde mit, die nicht nur eine eindrucksvolle Vorstellung ihre Eleganz und ihres Könnens darboten, sondern zudem an allen 3 Tagen von offiziellen Richtern aus Spanien bewertet wurden.

Auf dem großen Areal der Trabrennbahn boten Händler spanische Produkte, Reitsportzubehör, Mediterranes für Haus und Garten und vieles mehr an. Zudem konnten kulinarische Köstlichkeiten wie Paella, Tapas, Schinken, Weine, Sherry und Bier auf der „gastronomischen Meile“ erworben werden.



Auf einer großen Bühne im „spanischen Dorf“ zeigten Musik- und Tanzgruppen aus Gelsenkirchen und Umgebung von 14.00 bis 20.00 Uhr am Samstag und Sonntag die Vielfalt des Flamencos. Die 3 in Gelsenkirchen arbeitenden spanischen Vereine versorgten das Publikum mit Spezialitäten.

Die Feria wurde von ca. 3.000 Menschen besucht. Das Wetter machte den Veranstaltern nur am Samstagmittag Probleme. Allerdings konnten über diesen unvorhergesehenen Wetterumschwung die wunderbaren Pferde und die Atmosphäre auf der Trabrennbahn hinweghelfen, die noch viel mehr Zuspruch verdient hätten.

GEspana 2005 auf der Bühne der FERIA-GERMANY


Am Samstag, den 25.06.05 war es gegen 14.00 Uhr mit dem schönen Wetter vorbei. Blitz und Donner und ein lang anhaltender Regen machten den Veranstaltern große Sorgen.

Erst um 15.00 Uhr ließen die Schauer nach und die chicos und chicas aus der Tanzschule Isabel Rodriguez in Gelsenkirchen-Horst (5 – 13 Jahre) führten das bisher von ihnen Gelernte auf. Neben den ersten Schritten in einfachen Choreografien erlaubte die Aufführung auch Einblicke in die harte Trainingsarbeit der Kleinen. Das Publikum - und besonders die Eltern - heizten ihnen kräftig ein und sie gaben ihr Allerbestes.

Das Programm konnte jetzt richtig losgehen. „Trigo limpio“ aus Essen, drei bezaubernde junge Mädchen, bestachen mit Garrotin, Sevillanas und Alegrias. Regina Martinez, ebenfalls aus Essen, ist so etwas wie die Mutter aller Flamencogruppen im Ruhrgebiet. Sie brachte eine riesige Gruppe sehr guter TänzerInnen auf die Bühne, die zu Gitarre und dem cante einer japanischen (!!!) Sängerin agierten.

Als weitere Überraschung schloss sich die agile Truppe „Casa Selva“ aus Witten an. Die tolle Gruppe zeigte viele Stilarten des Flamencotanzes und verabschiedete sich mit einer eigenwilligen orientalischen Komposition der Gipsy Kings: „Ali Baba“. Das Publikum dankte mit großem Applaus.

Arte y Salero aus Siegen war die professionellste Gruppe auf der Bühne. Ohne seinen wunderbaren Tänzerinnen weh tun zu wollen, stach doch besonders der exakte, kraftvolle Stil des Tänzers Carlos Lopez Berzosa auf der Bühne stark hervor und prägte sich den Zuschauern sofort ein. Wie viele andere Gruppen auch interpretierte er mit seinen Partnerinnen den Hit von David Bisbal „Bulerias, Bulerias“, allerdings mit der ihm eigenen Glut und Leidenschaft. Es wurden Mädchen und Frauen gesichtet, die hin- und wegschmolzen.

Die Gruppe aus Siegen ist dank ihrer herausragenden Leistung nun im Ruhrgebiet sicher sehr begehrt. Ein zweiter Durchgang zum Ende des Samstags wurde bejubelt.

Ein weiterer absoluter Höhepunkt wurde der Auftritt der großen Formation aus der Tanzschule Isa Rodriguez. Sauber und phantastisch choreografierte Sevillanas, Alegrias, Colombianas, kleine Liebesgeschichten in Flamencoform riefen Beifallsstürme hervor.

Zum Schluss dann die „Broche de oro“:

„Femme like you“. Der Superhit aus Frankreich ruft zunächst normalerweise keine Assoziation zum Flamenco hervor. Als sich dann jedoch die Formation teilte, in Hip-Hop- Dance und Flamencopart, wurde klar, welch gutes Ohr und welch gute Idee Isabel hatte. Modern dance und Flamenco mischten sich zu einer überraschenden Show, die hervorragend ankam und in der Zugabe gleich wiederholt werden musste. Glückwunsch an Isa, die Hip-Hop-Tänzer und an die Flamencos!
Sonntag, der 26.06.05, war der Tag der Gruppen von Sonia Medina, der Tanzlehrerin der Spanischen Katholischen Mission. So zeigten 11 „Kleine“ von „Sangre Andaluza“, die schon am Eröffnungstag brillierten, in vollem Flamencooutfit, ihr Können . Natürlich sind zwei-, dreijährige Flamencoköniginnen ideale Objekte für Fotoserien und die Fotografen hatten ihren Spaß. Schon wesentlich reifer und ambitionierter dann „Sueno del Sur“, mittlerweile alle schon im Teenager-Alter mit Tangos, Sevillanas und fantasievollen Rumbas.

Zwei junge Männer aus Cordoba, unterstützt von einer jungen “Italiana“, formieren sich zur Gruppe „Mesquita“. Sie wagten sich erfolgreich an Bulerias und exakt getanzte Alegrias, wobei man sich fragen muss, wie diese jungen Leute die „aficion“ entwickeln können, um diesen schwierigen Stil und dies auf diesem hohen Niveau zu tanzen. Bravos aus dem Publikum.

In den nächsten Minuten präsentierten die FERIA-Veranstalter den Soap Star Nils Brunkhorst (Amor prohibido – Verbotene Liebe) auf der Bühne und den durch „Big Brother“ bekannten Spanier „Paco“. Mitglieder verschiedenster Gruppen machten es den beiden Promis leicht, sich bei Rumbas mit den Senoritas in Szene zu setzen. Im Fortgang des Programms sprang „Paco“ immer mal wieder auf die Bühne, um sein komödiantisches Talent bei wilden Stierparodien zu zeigen. Das tolerante Publikum machte den Spaß schmunzelnd mit.

„Bulerias, Bulerias“, der Hit von Bisbal war wie in Spanien auch bei GEspana 2005 in Gelsenkirchen omnipotent – drei bezaubernde Mädchen von „Sueno del Sur“ boten eine eigene Show zu diesem Titel und das Publikum konnte scheinbar nicht genug davon bekommen.

„Alegria de Andalucia“ aus Bochum bot eine kompakte Show und tanzte sich sicher durch viele Stilarten des Flamenco, nicht ohne ihre Sichtweise der Interpretation von „Bulerias, Bulerias“ aufzuführen. Die Truppe erfreut sich über regelmäßige Neuzugänge und hat eine große Zukunft, sodass man sie sicher bei der nächsten GEspana wiedersieht.

Auf Initiative von „Casa Selva“ erhielt der Sonntag noch ein schönes Live-Special. Die Gruppe präsentierte ihren Freund „Romano“ einen Gitano aus der Camargue in Südfrankreich. Der Gitarrist und Sänger benötigte nur eine Sekunde, um den „Funken“ auf das Publikum überspringen zu lassen. Feinster Rumba-Flamenco, unterstützt von den “Palmas“ von Casa Selva, machte den Platz vor der Bühne zu einer überdimensionalen Tanzfläche. Das Publikum wurde der Zugaben nicht satt und Romano spielte viel länger als vorgesehen. Den Namen muss man sich merken.

Zum Ausklang gab es dann eine undefinierbare Mischung aller beteiligten Gruppen bei der „juerga“, vor und auf der Bühne. Plattenwünsche wurden erfüllt und schon war gegen 19.00 Uhr das Ende dieses schönen GEspana-Festivals erreicht. Viele Menschen, die sich bisher nicht kannten, nahmen miteinander Kontakt auf, viele Adressen wurden ausgetauscht und man verabredete sich schon zu GEspana 2006


-> Stadtspiegel Gelsenkirchen: "... el ritmo del Ruhr" Feurig und mitreißend
















Fotos: Luis Saez
 
 
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